Matreszenz - Prozess der Transformation
Matreszenz bezeichnet die Transformation einer Frau zur Mutter. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen nicht nur die bekannten Veränderungen in Körper und Psyche, sondern auch signifikante langfristige Veränderungen bestimmter Hirnregionen. Da diese Veränderungen morphologisch denen der Pubertät, also Adoleszenz, ähneln, wird die Phase auch Matreszenz genannt.
Während der Matreszenz werden die Weichen neu gestellt - für die eigenen Prioritäten, den Beruf oder die Berufung, die Familie und die eigene Identität.
Matreszenz - Coaching und Sparring in der Transformation
Durch Coaching und Sparring unterstütze und begleite ich dabei:
- Einen Einblick in den Prozess der Matreszenz zu bekommen
- Ein tiefes Verständnis für die individuelle Tranformation zu entwickeln
- Das eigene Ich im Kontext der beruflichen Persönlichkeit zu erkennen
- Den Wandel aktiv zu gestalten
Dabei sehe ich den Prozess der Matreszenz, der Mutterschaft, als Chance für Akzeptanz, Selbsterkenntnis und Entwicklung im persönlichen und beruflichen Kontext.
Matreszenz - Ursprung des Begriffs
Mit ihrem Buch Being Female prägte Dana Raphael (1975) in den USA den Begriff der Matrescence als Umbruchphase der Frau zur Mutter. Sie zeigte, dass sich in der westlichen Kultur der Fokus um den Zeitpunkt der Geburt und der ersten Jahre danach fast ausschließlich auf das geborene und heranwachsende Kind richtet. Entsprechend gab und gibt es auch zahlreiche Literatur und Forschungen zur Kindheit und Adoleszenz. Das Feld der Forschung zur Matreszenz, das “Mutter werden”, blieb weitgehend unentdeckt.
Aktuelle Erkenntnisse
Aktuelle Erkenntnisse
Seit einigen Jahren gewinnt das Thema an Bedeutung in der Forschung. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass durch Schwangerschaft, Geburt und auch post partum, neben dem Körper, auch das Gehirn einer Frau tiefgreifende Veränderungen durchläuft. Entsprechend der hormonellen und psychologischen Veränderungen in der Adoleszenz, die auf das Erwachsensein vorbereiten, bereiten sich Gehirn und Körper in der Matreszenz auf das Muttersein vor.
Aktuelle Forschungen zeigen, dass sich bestimmte Hirnregionen einer Mutter einer signifikanten Transformation unterziehen. Durch neuronale Anpassung werden Gehirnverbindungen reorganisiert, um unter neuen Bedingungen optimal zu “funktionieren” und schnell neue Fähigkeiten und Wissen aufnehmen zu können (Orchard, E. R. et al, 2023).
Diese Veränderungen in Hirnregionen liegen nicht allein in der Physiologie der Schwangerschaft, sondern auch in der gelebten Erfahrung als (werdende) Mutter: Von der Art zu schlafen, zu arbeiten bis hin zum Sozialverhalten (A. Sacks, 2018).
Die Matreszenz wird dabei in der Wissenschaft als notwendiger Prozess angesehen, der nachhaltige und langfristige Auswirkungen auf die Weiterentwicklung der individuellen Persönlichkeit einer Frau hat.
Literatur
Caruso, C. (2016). Pregnancy Causes Lasting Changes in a Woman's Brain, Scientific American.
Hoekzema, E. et al. (2017). Pregnancy Leads to Long-Lasting Changes in Human Brain Structure. Nature Neuroscience, Vol. 20, 287 - 296
Orchard, E.R. et al. (2023). Matrescence: Lifetime Impact of Motherhood on Cognition and the Brain. Trends in Cognitive Sciences, Vol. 27, Issue 3, 302-316.
Sacks, A. (2018). Reframing Mommy Brain. The New York Times.